Tierschutz Austria schließt sich Appell der Österreichischen Bundesforste an

Vermeiden Sie Ruhestörungen der Wildtiere in den Wäldern!

Denn bei extremen Witterungsbedingungen ist das Ruhebedürfnis von Wildtieren besonders hoch. Grundsätzlich sind Wildwiederkäuer wie beispielsweise Rehe dank evolutionärer Anpassungen in der Lage, winterliche „Notzeiten“ von einigen Wochen mit stark eingeschränktem Nahrungsangebot gut zu überstehen, indem sie ihren Stoffwechsel reduzieren. Dies gelingt ihnen jedoch nur dann, wenn sie sich in Ruhegebiete zurückziehen können.

Wichtigster Punkt ist deshalb in Zeiten von Nahrungsengpässen jegliche Störungen von Wild zu vermeiden. Das stellt vor allem in Gebieten mit guter Eignung für winterliche Outdoor-Sportarten, die abseits von Pisten, Loipen und Tourenrouten ausgeübt werden, eine gewaltige Herausforderung dar. Sie wartet vielerorts noch auf eine erfolgreiche Bewältigung.

Das winterliche Nahrungsangebot für die Wildwiederkäuer kann in Waldgebieten auch durch entsprechende Waldpflege und Waldnutzung stark beeinflusst werden. Durchforstungen und eine Auflockerung des Kronendachs von dichten Waldbeständen bringen Licht und Wärme auf den Boden und fördern somit einen strukturierten Lebensraum mit einer reichen Kraut- und Strauchschicht, von der sich die Tiere auch im Winter ernähren können. Dies ist die natürlichste Art der „Fütterung“ und kann genauso wie eine Futtervorlage zur Lenkung der Tiere beitragen.

Wie das Foto der Wildkamera zeigt, kommt das Wild dank Schneebruch an die Zweige abgebrochener Baumwipfel heran, Quelle: Horst Leitner

Österreichische Bundesforste

Das könnte Sie auch interessieren

Footer_TSP-NL_Wolf_Boku_Studie

Neu: BOKU-Wolfsstudie untermauert, wo Herdenschutz Pflicht ist

Eine aktuelle Studie der Universität für Bodenkultur Wien zeigt erstmals flächendeckend, wo in Österreich durch den Wolf konkrete Gefahren für Weidetiere bestehen – und damit, wo Herdenschutz Pflicht ist. Das und mehr – HIER!

TSP-Blog_Titelbilder_Wolf-Leitlinie

Leitlinie zum Wolf: Jetzt müssen Gerichte entscheiden

Während Wissenschaft und Naturschutzrecht eine klare Richtung vorgeben, stehen sich in Österreich jetzt zwei völlig gegensätzliche juristische Auffassungen gegenüber. Auf der einen Seite renommierte Expert:innen aus Rechtswissenschaft, Wildtierökologie und Veterinärmedizin, die auf die Einhaltung von Gesetzen pochen. Auf der anderen Seite eine Leitlinie für die Behörden, die diese Gesetze quasi aushebelt und sowohl Weidetiere, Halter:innen und den Artenschutz im Stich lässt. Das und mehr – HIER!

Wolf

ERFOLG: Sieg für den Wolf ist ein Sieg für den Artenschutz

Der Europäische Gerichtshof entschied in gleich zwei wichtigen Urteilen, über den Umgang mit dem geschützten Wolf. Wie wir daran beteiligt sind, was die Urteile für Österreich bedeuten, warum Österreich Unsummen an Steuergeldern verschwendet und mehr – HIER!

Vogelabschuss Gänse Schwäne Krähen

Gefährdete Wildvögel – Vogelabschuss statt Tier- und Artenschutz

Jährlich werden in Österreich tausende geschützte Wildvögel getötet. Egal ob bei Graugänsen in Salzburg, Krähenvögel in Niederösterreich oder Schwänen in Oberösterreich, statt nachhaltige Lösungen für Mensch-Tier-Konflikte zu erarbeiten, wird eine Flut an Tötungsgenehmigungen erteilt. Was wir gegen den Vogelabschuss tun, wie Sie helfen können und mehr – HIER!

Zum Newsletter anmelden Newsletter schließen