Unsere Haltung zu Rabatten oder Billig-Angeboten bei Fleisch.

Wie heute im Ö1 Mittagsjournal berichtet wurde, möchte der Lebensmittelhandel auch in Zukunft nicht von Rabatten oder Billigangeboten bei Fleisch Abstand nehmen. Für uns eine mehr als bedenkliche Haltung. Ganz abgesehen davon, dass Billigfleisch der Umwelt schadet, geht es uns um die Haltung jener Nutztiere, von denen das Fleisch kommt.

In jedem Preissegment gebe es hervorragende Qualität, strenge Richtlinien sowie hohe Qualitätsstandards und strenge Kontrollen, so eine Vertreterin von Spar Österreich im Mittagsjournal. Dies entspricht vor allem im Niedrigpreissegment keinesfalls der Realität. Billigfleisch bei Geflügel stammt oft nicht aus Österreich. Importierte Geflügelprodukte unterliegen aber nur den EU-Mindeststandards zur Geflügelhaltung und die sind deutlich niedriger, als es das österreichische Tierschutzgesetz überhaupt zulassen würde.

Auch das AMA-Gütesiegel auf Schweine- oder Rindfleisch garantiere keineswegs eine akzeptable Tierhaltung: Beispiele sind hier die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden sowie die permanente Anbindehaltung von Rindern. „Beide Tierhaltungsformen sind Tierquälerei“, sagt unsere Präsidentin Madeleine Petrovic.

Keine Tierqual-Produkte mehr
So wie in Österreich seit vielen Jahren keine Käfigeier mehr im Handel zu finden sind, könnte sich der Lebensmittelhandel auch bei Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch darauf einigen, keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr anzubieten. „Die allermeisten KonsumentInnen würden eine solche Vorgehensweise für gut befinden, vor allem, wenn sie dann wirklich sichergehen könnten, dass keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr in den Regalen liegen. Die Verbannung von Käfigeiern aus dem Handel hat dies schon vor vielen Jahren bewiesen“, so unsere Präsidentin.