Petitionen

Petition: Haustierabschuss stoppen - JETZT!

In Österreich dürfen Hunde und Katzen auf ca. 98 % der Landesfläche getötet werden: Wälder, Wiesen, Felder, selbst in der Nähe von Wohngebäuden. Mancherorts ist der Abschuss sogar verpflichtend. Für betroffene Halter:innen bedeutet das den schmerzlichen Verlust eines Familienmitglieds. Zurück bleibt die Frage, wie so etwas überhaupt legal sein kann?

Wir sind uns klar, das muss sich ändern!

Bitte Beenden Sie mit uns Haustierabschüsse!

Unsere Lösungen für die Landesregierungen

Die Jagdgesetze liegen in der Kompetenz der Bundesländer. Sie können und müssen handeln. Wir schlagen konkrete, praxistaugliche Lösungen vor:

  • Ein klares Verbot der Tötung von Haustieren in allen Landesjagdgesetzen
  • Verpflichtende psychologische Eignungstests für Jagdscheinbesitzer:innen
  • Ein Alkoholverbot bei der Jagdausübung & wirksame Alkoholtests
  • Sofortiger Entzug der Jagd- & Waffenkarte bei Verstößen 

Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit für uns alle, stärken den Tierschutz und schaffen endlich Rechtssicherheit für Tierhalter:innen.

UPDATE: Australian-Shepherd-Husky-Mischlingshündin Bailey wurde am 13.01.206 von einem Jäger (48) in der Stmk erschossen – angeblich statt einem Fuchs, wieder trotz Warnweste!

Der Tod des Bordercollies Cooper hat viele Menschen erschüttert. Am 27. Dezember 2025 wurde er in Oberösterreich von einem Jäger erschossen. Der 84-jährige Schütze gab an, Cooper mit einem Fuchs verwechselt zu haben – bei Tageslicht, wenige Meter vor seinem Halter, trotz neonfarbenem Brustgeschirr.

Ob es sich um eine Verwechslung handelte oder nicht – dass ein 84-jähriger Mann mit einer Schusswaffe auf ein Haustier feuern durfte, zeigt: Cooper ist kein tragischer Einzelfall. Er ist Opfer eines Systems, das Tier und Mensch rechtlich unzureichend schützt und Jäger:innen bis heute Befugnisse einräumt, die aus einer anderen Zeit stammen.

Dieses System erlaubt es sogar, Haustiere in Lebendfallen zu töten. Immer wieder dokumentieren wir Fälle, in denen Katzen in solchen Fallen qualvoll verhungern oder verdursten. Besonders erschütternd, war der Fall von Katze Peach: Sie geriet in eine Lebendfalle und wurde anschließend durch einen Kopfschuss getötet. Trotz unserer Anzeige blieb die Tat folgenlos – es kam zu einem Freispruch.

Haustiere sind Familienmitglieder

Ein aktuelles Rechtsgutachten von Univ.-Prof.in Dr.in Erika Wagner (2025) kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Abschuss von Haustieren ist verfassungswidrig, unverhältnismäßig und ethisch nicht vertretbar. Die Jagdgesetze beruhen auf jahrhundertealten Normen, die mit dem heutigen Mensch–Tier-Verhältnis nicht mehr vereinbar sind.

Hunde und Katzen sind heute Teil von Familien. Ihre Tötung greift nicht nur in das Eigentumsrecht, sondern verletzt auch den verfassungsrechtlich verankerten Tierschutz. Auch, dass Jagdhunde ausgenommen sind, während Familienhunde oder Katzen getötet werden dürfen, ist eine sachlich kaum zu rechtfertigende Ungleichbehandlung (lesen Sie HIER mehr zum Gutachten).

Psychotest fehlt – Ein gefährliches Schlupfloch im Waffenrecht

Nach dem Grazer Attentat wurde 2025 das österreichische Waffengesetz verschärft, um die Bevölkerung besser zu schützen. Für viele Waffenbesitzer:innen gelten seither verpflichtende psychologische Eignungsgutachten.

Doch ausgerechnet Jagdscheinbesitzer:innen sind weiterhin ausgenommen.

Damit entsteht ein gefährliches Schlupfloch: Menschen dürfen mit scharfen Schusswaffen im öffentlichen Raum jagen, ohne denselben Sicherheitsüberprüfungen zu unterliegen wie andere Waffenbesitzer:innen. In Kombination mit veralteten Jagdgesetzen und fehlenden Alkoholkontrollen entsteht ein Risiko – für Haustiere und letztlich für uns alle.

Alkoholverbot bei der Jagd – Andere Länder machen es besser

Eigentlich sagt schon der Hausverstand: Alkohol und Jagd gehören nicht zusammen: Doch während z.B. für Autofahrer:innen in Österreich klare Promillegrenzen gelten, gibt es für die Jagd keine gesetzliche Promillegrenze bzw. kein bundesweit einheitliches Alkoholverbot. Dabei gefährdet Alkohol natürlich den sicheren Umgang mit einer gefährlichen Waffe erheblich.

Andere Länder machen hier Fortschritte: Frankreich beispielsweise ist es seit 2023 ausdrücklich verboten, bei der Jagd oder beim Tragen von Jagdwaffen alkoholisiert zu sein. „Offensichtliche Trunkenheit“ stellt dabei einen eigenen gesetzlichen Tatbestand dar und wird schwer sanktioniert

Haustiertötungen sind keine Kavaliersdelikte

Jeder erschossene Hund, jede getötete Katze ist ein Opfer politischer Versäumnisse, die zeigen dass die österreichischen Jagdgesetze Tiere unterschiedlich behandeln, je nachdem, welchen „Wert“ sie für Jäger:innen haben. Das darf so nicht bleiben. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Stimme!

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