Weiße Hochzeitstauben – Symbol der Liebe ist Opfer der Tradition

Sie sind intelligent, sozial und treu – und dennoch werden Tauben immer wieder für menschliche Bräuche missbraucht. Ob als Hochzeitstauben oder beim sogenannten „Taubensport“: Für die Tiere bedeutet das Stress, Leid und oft sogar den Tod. Alternativen, warum Tauben Kunstkritiker:innen das Wasser reichen können und mehr – HIER!

Auf einen Blick

  • Tauben sind hochintelligente Tiere – ihre Fähigkeiten werden oft unterschätzt.
  • Hochzeitstauben und Taubensport führen zu Tierleid – Stress, Verletzungen und Tod sind häufig die Folge.
  • Unnötige Verluste – beim Taubensport kommen 40–50 % der Tauben nicht zurück.
  • Weiße Hochzeitstauben sind leichte Beute – viele sterben in der Natur.
  • Tierschutz statt Brauchtum – wir setzen uns für ein Ende dieser Tierquälerei ein!

Hochzeitstauben: Weißer Schein

Weiße Tauben gelten bei Hochzeiten als Symbol für Liebe und Frieden. Doch für die Tiere bedeutet dieser Brauch:

  • Transport in engen Käfigen
  • Stress durch laute Menschenmengen und fremde Umgebungen
  • Orientierungslosigkeit – viele Hochzeitstauben finden nicht zurück und sterben erschöpft.
  • Gefahr durch Raubvögel – weiße Tauben sind in der Natur besonders leichte Beute.

Besonders problematisch: Viele Unternehmen vermieten Lach- oder Pfauentauben, die einen sehr schlechten Orientierungssinn haben. Für diese Tiere endet der vermeintlich romantische Brauch oft tödlich.

Taubensport: Stress und hohe Verlustraten

Beim Taubensport werden Tauben in engen Käfigen über lange Strecken zu Rennen transportiert. Schon dieser Transport bedeutet extremen Stress. Am Zielort werden die Vögel freigelassen – und ihre Heimkehrzeit gestoppt.

Um die Rückkehr zu beschleunigen, trennt man die Tiere von ihren Partner:innen oder ihrem Nachwuchs. Diese Praxis basiert auf der engen Bindung der Tauben – sie leben in monogamen Partnerschaften und leiden extrem unter erzwungener Trennung.

Das Ergebnis: Studien belegen, dass 40–50 % der Tauben bei Rennen nicht mehr heimkehren. Sie sterben an Erschöpfung, bei Kollisionen oder werden Opfer von Raubvögeln ([2], [3]). Tragischerweise hat die österreichische UNESCO-Kommission den „Hochflugtaubensport“ sogar als Kulturerbe anerkannt ([4]).

Wussten Sie, dass Tauben sogar Kunststile unterscheiden können? Wissenschaftler:innen haben gezeigt, dass sie lernen können, zum Beispiel zwischen Gemälden von Picasso und Monet zu unterscheiden ([5]). Doch statt diese faszinierenden Fähigkeiten zu achten, werden Tauben für menschliche Bräuche ausgebeutet.

Fazit: Hochzeitstauben und Taubensport beenden – für den Schutz der Tiere

Hochzeitstauben und Taubensport mögen für viele Menschen romantisch oder traditionell erscheinen. Doch sie bedeuten Tierleid, Stress und oft den Tod der Tiere. Tauben sind intelligente und soziale Lebewesen, die Respekt und Schutz verdienen – keine Ausbeutung.

Wir von Tierschutz Austria fordern: Schluss mit diesen Traditionen. Stattdessen setzen wir uns für einen liebevollen und respektvollen Umgang mit Tauben und allen Tieren ein.

Hilf mit – für ein tierleidfreies Leben!

Mit deiner Spende unterstützt du unsere Arbeit für den Schutz von Tieren und für ein Ende von Bräuchen, die Tierleid verursachen. Danke, dass du Tauben eine Stimme gibst!

[1] Website zum training von Brieftauben: https://www.garhammer-brieftauben.de/45-das-training-die-basis-f%C3%BCr-den-erfolg.html

[2] Bericht des Schweizer Tierschutz: http://www.tierschutz.com/aktuell/brieftauben/pdf/report_brieftauben2018.pdf

[3] Britische Studie zu Attacken auf Renntauben:https://link.springer.com/article/10.1007/s10344-021-01513-2

[4] https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/tauben-jauken-als-immaterielles-kulturerbe-oesterreichs_a3677940

[5] https://www.tagesspiegel.de/themen/gesundheit/picasso-oder-monet-frag-die-taube/278764.html „

Das könnte Sie auch interessieren

Ostereier: Augen auf beim Eierkauf

Ostern und bunt bemalte Ostereier gehören für die meisten Menschen zusammen. Doch wie geht es den eierlegenden Hennen? Unter welchen Bedingungen werden sie gehalten und was heißt eigentlich welches Siegel? Um euch durch den Dschungel der Bezeichnung zu führen, erklären wir, was die unterschiedlichsten Haltungsformen bedeuten und auf was man achten muss, wenn einem das Tierwohl am Herzen liegt.

Vollspaltenboden – Noch immer kein Verbot

Trotz Parlamentsausschuss zum Tierschutz Volksbegehren im Dezember gibt es immer noch kein Verbot der Vollspaltbodenhaltung [1]. Die Mehrheit der Schweine wird in Österreich noch immer auf Vollspaltenböden gehalten. Diese bestehen aus Betonböden mit eingelassenen Spalten, durch die Kot und Urin abfließen und sich in einer unter den Spalten liegenden Güllegrube sammeln können. Somit leben Schweine auf Vollspaltenböden direkt über ihren eigenen Fäkalien.

Zum Newsletter anmelden Newsletter schließen