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Ratgeber zum Umgang mit streunenden Katzen und Hunden im Urlaub.

Viele von UrlauberInnen kennen diese Situation: Man ist gerade im Urlaubsort angekommen und überall laufen einem streunende Hunde und Katzen über den Weg. Natürlich möchte man als tierlieber Mensch sofort helfen, doch dieser erste Impuls ist – so gut gemeint wie er sein mag – häufig nicht der richtige. 

Tiere nicht füttern

Die Verringerung des Raumes zwischen Mensch und Tier kann zu Konflikten führen und den Streunern langfristig mehr schaden als helfen. Wird der Kontakt zwischen Mensch und Tier gefördert, indem beispielsweise ein/e tierliebe/r UrlauberIn einen Hund regelmäßig mit Streicheleinheiten oder Essen versorgt, kann das für den Moment zwar die Bedürfnisse des Tieres befriedigen. Doch nicht jeder Mensch ist ein Tierfreund und ein „aufdringlicher“ Hund, der durch regelmäßiges Füttern an einen Ort gebunden wurde, kann andere UrlauberInnen, Hotel- oder RestaurantbesitzerInnen verärgern. Auf Dauer ist den Tieren damit also nicht geholfen.

Gegen das Füttern streunender Hunde und Katzen spricht zudem noch ein weiterer tierschutzrelevanter Grund: In der Regel kennen die Streunertiere Futter- und Wasserquellen auf der Straße. Bei zusätzlicher Fütterung sorgt die vermehrte Energiezufuhr unter Umständen zu einer verstärkten Vermehrung der Tiere und damit zu einer Vergrößerung der Streunertierpopulation.

Nur wenn ein Tier eindeutig krank oder verletzt ist, ist es sinnvoll, aktiv zu werden!

Aktiv werden heißt dabei nicht, das Tier selbst zu pflegen oder an einen anderen Ort zu transportieren. Ansonsten gilt immer, dass der Kontakt zwischen Mensch und Tier möglichst geringgehalten oder besser noch ganz vermieden werden sollte – zum Wohle des Tieres!

Aktiv werden durch Informationssammlung

Bevor weitere Schritte eingeleitet werden, muss sichergestellt werden, ob das Tier wirklich hilfsbedürftig ist. Dies ist der Fall, wenn es offensichtlich krank, verletzt, abgemagert und/oder apathisch ist. Dann kann  zunächst in den umliegenden Geschäften versucht werden, herauszufinden, ob das Tier einen Besitzer hat. In der Regel kennen die lokalen Menschen die Streunertiere und können unter Umständen helfen, die Situation besser einzuschätzen. Sollte es keine/n TierbesitzerIn geben oder ist diese/r nicht zu erreichen, sind örtliche TierschützerInnen zu kontaktieren.

Helfen, indem lokale ExpertInnen kontaktiert werden

Ist das Tier eindeutig hilfsbedürftig, kontaktiert man am besten einen örtlichen Tierschutzverein. Das Tier sollte dabei möglichst genau beschrieben werden – am besten mit Foto und Angabe zum Ort, wo es sich befindet. Gegebenenfalls kann auf die professionelle Hilfe gewartet werden. Dem Tier nur dann nähern, wenn sichergestellt werden kann, es damit nicht in Bedrängnis bringen.

Aufklärungsarbeit leisten

Dort, wo es viele Straßentiere gibt, besteht meist ein dringender Aufklärungsbedarf. Wann immer es passt, empfiehlt es sich, mit anderen UrlauberInnen ins Gespräch zu kommen und auf den richtigen Umgang mit Streunern hinzuweisen. Im Hotel oder Restaurant kann man den Umgang mit den Tieren beobachten und wenn tierschutzwidriges Verhalten beobachtet wird, kann das Gespräch mit MitarbeiterInnen und BesitzerInnen gesucht werden.

Tiere nicht heimnehmen

Die Tiere auf keinen Fall einfach so mitnehmen, denn hier verstößt man in den meisten Fällen gegen gültige Gesetze (z.B. Seuchen betreffend). Ein Beispiel wäre der geforderte Impfstatus oder ein gewisses Mindestalter. Viele Streuner tun sich zudem mit menschlicher Nähe sehr schwer und fühlen sich z.B. in der Stadt oder in der Wohnung bzw. im Büro unwohl und können dies nur schwer bis gar nicht lernen.