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Bei Frischeiern herrscht Transparenz, bei verarbeiteten Eiern aber noch nicht.

Im Lebensmittelhandel sind verarbeitete Produkte im Vormarsch: Fertiggerichte, Tiefkühlwaren oder Konserven bzw. bratfertig hergerichtete Fleischwaren wie Würste oder Burger. In den letzten Jahren wurden die Zutaten zu solchen „Convenience“-Produkten kritisch hinterfragt: Wurden Konservierungs-, Farb- oder Aroma-Stoffe zugesetzt, welche Fette sind enthalten bzw. wie sieht es mit den Nährwerten aus?
TierschützerInnen interessiert vor allem die Haltung der Tiere, von denen Fleisch, Milch oder Eier stammen. Haben diese empfindsamen Lebewesen überhaupt Sonnenlicht gesehen, konnten sie sich frei bewegen, sind sie artgerecht gehalten und gefüttert worden oder war ihr kurzes Dasein reine Qual?
Bei Eiern gibt es seit langem eine einfache und klare Kennzeichnung. Die Kontrollen sind tatsächlich streng. KonsumentInnen können dank der Eierdatenbank und anhand der auf jedem Schalen-Ei verbindlich aufgestempelten Zahl sofort erkennen, wie die Henne gehalten wird und woher das Ei kommt.
Bei Frischeiern herrscht also volle Transparenz, nicht aber bei verarbeiteten Eiern. Für die meisten Fertigprodukte werden keine Frischeier, sondern Eierpulver oder Flüssig-Ei aus der Flasche verwendet. Wenn auf Backwaren also nicht ausdrücklich steht, dass Freilandeier oder wenigstens Eier aus Bodenhaltung verwendet worden sind, dann kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass Käfig-Eier drinnen stecken. Denn für verarbeitete Nahrungsmittel und für die Außer-Haus-Verpflegung gibt es keine Verpflichtung, die verwendeten tierischen Zutaten nach der Art der Tierhaltung zu kennzeichnen.