Katze Zimtstern

Zimtstern fuhr über 100 Kilometer im Auto mit.

Ein kleines Katzenmädchen hatte großes Glück: Die Samtpfote hatte es sich am Wochenende im Motorraum eines PKW im Bezirk Oberwart gemütlich gemacht. Als sich die Fahrzeugbesitzer dann mit dem Auto nach Schwechat aufmachten, dürfte das junge Kätzchen nicht mehr rechtzeitig aus dem Motorraum gekommen sein und fuhr die gesamte Strecke mit. Dies sind immerhin gut 146 Kilometer! In Schwechat wurde die Katze schließlich von den Fahrzeughaltern entdeckt und umgehend in unser Tierschutzhaus gebracht.

Wie durch ein Wunder hat die ca. zehn Wochen alte Katze die Autofahrt unbeschadet und nur mit dem Schrecken sowie einer großen Portion Schmutz im Fell überstanden. Bei der tierärztlichen Untersuchung wurden Floh- und Milbenbefall sowie ein ordentlicher Katzenschnupfen festgestellt. Zimtstern war generell in einem eher verwahrlosten Zustand, was den Verdacht nahelegt, dass sie kein richtiges Zuhause hatte. Auch ein Chip wurde vergeblich gesucht.

Zimtstern wurde geimpft, gechipt und gegen Endo- und Ektoparasiten behandelt. Auch der Katzenschnupfen wird therapiert. Sie ist nun in unserem Katzenhaus untergebracht, wo sie sich in Ruhe von ihrem Ausflug erholen darf und vom Pflegeteam liebevoll umsorgt wird. 

Gefährlicher Ruheplatz

Kätzchen Zimtstern hatte großes Glück und überstand ihre Autofahrt unverletzt. Doch vielen Tieren ergeht es dabei nicht so. Sie überstehen als blinde Passagiere diese Fahrten oft nur schwer verletzt oder bezahlen dafür mit dem Leben. Gerade im Winter suchen Katzen, aber auch manche Wildtiere unter der Motorhaube Schutz vor der Kälte.

Check rettet Tierleben

Daher bitten wir alle Autofahrerinnen und Autofahrer, ihr Auto vor der Abfahrt ganz besonders jetzt auf blinde Passagiere tierischer Natur zu überprüfen. Am sichersten ist ein Blick in den Motorraum, bevor man abfährt. Auch ein Klopfen auf die Motorhaube kann helfen, ein Tierleben zu retten.